In Meedia ist ein interessantes Interview mit Markus Berger-de León zu lesen. Die VZs werden darin mit neu erwachtem Selbstbewußtsein als Medienunternehmen bezeichnet.
Interessant sind die Aussagen zur Wirtschaftlichkeit und zum Potenzial.
Die VZs könnten nachBerger-de León schwarze Zahlen schreiben, investieren aber statt dessen in Wachstum.
Das Potenzial für die VZs sieht Berger-de León jenseits der 20 Millionen. Er beruft sich dabei auf die Verbreitung der sozialen Netze in Großbritannien, wo jeder Dritte bereits ein soziales Netz nutzt.
- Bei 42 Mio Internetnutzern in Deutschland hätte Berger-de León mit seinen VZs schon mal ein Drittel der Internetnutzer in Deutschland erreicht.
Die Öffnung in der Kommunikation via Open Social wird bei den VZs  für das 4. Quartal angekündigt.
Im Wettbewerb will Berger-de León daher auch verstärkt regional punkten um sich als “superdeutsch” gegenüber der internationalen Konkurrenz zu positionieren.
- Das ist ein interessanter Ansatz, zumal es Communitys mit einem ausgeprägteren regionalen Profil wie die VZs gibt.
Berger-de León weißt auch darauf hin, das die VZs in der Altersgruppe 14-29 mehr Menschen erreicht, als jeder Fernsehsender und nimmt dies als Argument, sich als großes Medienunternehmen zu definieren.
- Interessante Argumentation. Reichweite allein macht kein Medienunternehmen. Bislang stellen die VZs die technische Plattform und die Mitglieder den Content.
Gemessen an der Größe sollten die VZs nach Berger-de León ähnliche Werbebudgets erhalten wie RTL oder Sat1.
- Da hakt es noch  am redaktionellen Umfeld, für das RTL und Sat1 besser bezahlt werden als die sozialen Netze. Als Medienunternehmer in spe wird Berger-de León das wissen. Das es an den Netzwerken an wirklich gut funktionierenden Marketingtools fehlt, die die strategischen Vorteile der Netzwerke erschließen, steht sicher auch zu seiner to do Liste.
Mein persönlicher Eindruck: Da klappert einer kräftig mit der Klapper. Das gehört sicher zum Handwerk. Aber etwas weniger könnte auch mehr sein. Das die VZs in der Summe immer noch vor Facebook im Markt rangieren, ist ein Aspekt. Die Entwicklung, die Facebook in den letzten Monaten nahm und die Entwicklung, die die VZs nehmen, ist ein anderer. Letztlich sind beide Marktgrößen noch unterwegs, die einen allerdings mit aufsteigender Tendenz, die anderen eher mit sinkender. So gesehen braucht man bei den anstehenden Herausforderungen tatsächlich sehr viel Selbstbewußtsein. Dass allerdings alleine wird nicht reichen um zu überleben.
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2 Responses to VZs als Medienunternehmen?
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Gerade in der letzten Zeit scheint Studivz/die VZ Gruppe großen Wert darauf zu legen möglichst immer in den Medien zu erscheinen auch wenn es nicht wirklich was zu sagen gibt (zBsp: Facebook kündigt Kooperation mit O2 an, 1 Tag später Studivz mit Vodafone, Facebook nach Nielsen größter in DE, Studivz: “wir sind jetzt VZ-Netzwerke (und größer als Facebook)”)…
Vllt zieht dort jmd den Schluss “wer oft in den Medien erscheint ist damit automatisch ein Medienunternehmen”?!
“Da klappert einer kräftig mit der Klapper.” dem kann ich also nur zustimmen
> Die VZs könnten nachBerger-de León schwarze Zahlen schreiben, investieren aber statt dessen in Wachstum.
Die VZ “könnten” Gewinn machen.
Aber sie machen es (wie immer) nicht. Schuld ist jetzt die Investition in Wachstum…