Open ID die zweite. Das Thema geisterte schon einmal durch die Medien. Vielleicht ein guter Anlass sich anzusehen, was die Blogosphäre dazu zu sagen hat.
Robert Basics Headline zu diesem Thema erinnert dann schon an den Herrn der Ringe und was mit diesem Ring bezweckt wurde, dürfte bekannt sein, nachdem das Epos erst kürzlich durchs deutsche Pantoffelkino donnerte. Der nachfolgende Text zeigt deutliche Skepsis was die Sicherheit angeht.
Golem widmet dem Thema gleich ein Special. Sehr viel mehr über den konkreten Nutzen für den Endanwender findet sich dort auch nicht. Man kann sich dann eben mit einer ID bei verschiedenen Websites anmelden. Die Frage ob der User diese erweiterte Form von Transparenz wirklich will, wird nicht angesprochen.
Insomniaonline stellt die Frage ob dieser neue Standard sicher und nützlich ist und wirft dabei vor allem einen Blick auf das Thema Identitätsdiebstahl, der durch die zentrale Speicherung von Zugangsdaten quasi in vereinfachter Form – an einer Stelle – stattfinden kann. Hier wird der Frage nach der Datensicherheit auch unter dem Aspekt der Sicherheit des Anbieters – jeder kann Open-ID anbieten – sowie der Verlockung auf diesem Weg Bewegungsprofile anzulegen behandelt. Websitebetreiber sind auf jeden Fall darauf angewiesen, das der Anbieter und sein Verhalten safe ist. Insgesamt eher kritisch.
Doubleslash outet sich gleich zu Beginn als Verfechter der digitalen Identität und sieht den Start in die nächste Stufe des digitalen Business. Folglich wird das Thema erst mal unter eCommerce-Gesichtspunkten betrachtet. Im nächsten Beitrag geht es dann gleich um Open-ID-aber anonym und dieser Gegensatz hat Charme. Hier wird eine Methode vorgestellt, wie man ein Open-ID für Testzwecke erstellt. Womit im Prinzip das ganze Thema der digitalen Identität nach meinem Empfinden ein wenig absurd wird. Oder kommt dann der zentrale Anbieter, der meine Open-IDs verwaltet?
Blogage informiert seine Besucher erst mal darüber, das es Open-ID unterstützt und weißt weiter im Text ganz explizit darauf hin, das möglicherweise nicht jeder Anbieter dieses Services auch vertrauenswürdig ist oder entsprechend mit den Daten umgeht. Für einen Anbieter, der genau diesen Service unterstützt sehr löblich. Für einen Service der auf Vertrauen angewiesen ist, nicht wirklich förderlich.
Bei Neunetz finde ich einen älteren Artikel in dem das Thema gläserner Surfer im Vordergrund steht. Auch hier herrscht Skepsis und wenig Begeisterung.
Fazit
Ein erster flüchtiger Überblick, sicher, aber mir fehlt nicht nur die Begeisterung, sondern vor allem auch das Argument das mich überzeugt. Natürlich, schon aus beruflichen Gründen bin ich bei elend vielen Seiten und social networks angemeldet und die meisten Zugänge verwaltet eh mein Browser aufs vorzüglichste. Und diejenigen, die ich so gar nicht nutze, könnte ich mir recht komfortabel neu zuschicken lassen. Auch im zweiten Anlauf durchgefallen, lautet mein persönliches Fazit zum Thema Open ID.
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