In der Blogosphäre wird über die markenrechtliche Verfolgung der Nutzung der Tatze durch Jack Wolfskin berichtet. Vor nicht all zu langer Zeit gab es ein ähnliches Schauspiel mit dem Jako. Dort wurde man schneller klug. Bei Jack Wolfskin geht es dem Unternehmen um die Sicherung der Marke. Wer was mit Pfoten macht, bekommt was auf die selbe.
Marken sind als Werte hoch einzuschätzen. So weit lässt sich die Haltung von Jack Wolfskin verstehen. Es wäre möglicherweise im Sinn eben dieser Marke, sich kurz auf die Markenbedeutung und -wirkung zu besinnen, bevor man weiter die Tatze zückt und Krallen zeigt.
Welchen Wert hat eine Marke, die mit unangenehmen Erinnerungen verbunden ist? Eine ähnliche wie das sportliche Vorbild eines ertappten Dopingsünders, vermute ich mal. Auch hier gilt: anders gewinnen wäre besser gewesen.
Marke – das ist ein Wert der im Gespräch entsteht und im Gedächtnis haften bleibt, ein Versprechen, dem vertraut wird. Auch deshalb ist es für eine Marke so wichtig, im Gespräch zu sein, ohne ins Gerede zu kommen.
In den Zeiten vor der großen Vernetzung glaubte man die Marke über die Massenmedien steuern zu können. Das erschien nachvollziehbar, weil man die Präsenz der Marke in den Massenmedien beeinflussen konnte. Das Massenmedium Internet hat mit diesem Irrglauben deutlich erkennbar aufgeräumt. Die Annahme, die Markeninhalte alleine bestimmen zu können, war vor schon dem Internet ein Trugschluss. Heute wird nur deutlicher, das der Kaiser keine Kleider trägt.
Unangenehme Informationen reisen heute schneller und weiter denn je. Deshalb darf man es als schädlich bezeichnen, die eigene Marke mit einem unguten Gefühl aufzuladen und das kommunikativ auf eine nicht zu kontrollierende Reise zu schicken. Anscheinend muß der Markenschaden durch die eigene Kommunikation größer werden, als der Schaden, den man abwenden will, um dazu zu lernen.
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One Response to Jack Wolfskin – ein Beispiel alten Markendenkens
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